Unsere Grundsätze

Wir treten dafür ein, dass Menschen anderer Hautfarbe, Religion oder Nationalität im Gazi-Stadion auf der Waldau (vormals Waldaustadion) in keinster Weise verhöhnt, bedroht oder angegriffen werden. Rassistisches Geschwätz und Gesänge dienen nicht der Unterstützung unserer Mannschaft und sind kein probates Mittel um Enttäuschung oder Wut abzureagieren. Wir wollen bei solchen Vorfällen nicht weghören und wegschauen und uns durch Untätigkeit und Gleichgültigkeit mitschuldig machen. Wir wollen, dass Gästespieler und -fans bei uns fair und respektvoll behandelt werden, in der Art und Weise, wie wir und unsere Kickers auch bei Auswärtsspielen behandelt werden möchten.

Rassismus bei den Kickers ?

Klare Antwort: Nein! Es gibt bzw. gab nicht mehr oder weniger offener und unterschwelligen Rassismus als in der Gesellschaft allgemein. Die sportliche Talfahrt allerdings vermehrte die absolut seltenen Einzelfälle. Die plötzliche Mehrung rassistischer und antisemitischer Vorfälle wollten wir schließlich entgegenwirken.

Advantage Kickers

Der Verein Stuttgarter Kickers hat in seiner über hundertjährigen Geschichte vielerlei Probleme gemeistert. Vorurteile gegen den Fußball in den Gründerjahren abgebaut, den Fußball gesellschaftsfähig und in Deutschland damit salonfähig gemacht. Die Kickers dienten als Integration für den hohen Adel und die jüdischgläubige Bevölkerung. Die Kickers hatten jahrzehntelang Probleme mit dem Image des Judenvereins. Die Kickers waren jahrzehntelang heimatlos. Die Kickers sind eine Minderheit. Fazit: Rassistisches Geschwätz bei uns ist einfach lächerlich und beleidigt den Verein selbst!

Kickers - Heimat der Nationen

Die Kickers waren und sind in Stuttgart schon immer der "weltoffene" Verein. Nicht umsonst brachten unsere Kickers den "englischen Aftersport" ins Schwabenländle. Schon in den Gründerjahren verpflichteten die Blauen einen britischen Fußballlehrer und auch in der Nachkriegszeit galten die Kickers als der internationale Verein in Stuttgart. Spieler aus aller Herren Länder (von Chile bis Japan), Freundschaftsspiele und Reisen in die Staaten und Libyen für die Völkerverständigung und heute vermehrt Integration von ausländischen Mitbürgerinnen in der Jugendarbeit sprechen für sich.

Warum Bunte Blaue?

Wie gesagt, je trostloser die sportliche Lage wurde desto mehr traten unterschiedliche nicht übersehbare Ausfälle auf. Nachdem die Entwicklung beispielsweise in Italien besorgniserregend wurde, wollten wir Zeichen setzen und den Verein aktiv unterstützen. Zeichen setzen dass bei unseren Kickers keine rassistischen "Fußballfans" Platz haben und wir solche Subjekte auch nicht tolerieren. Zeichen setzen dass Fußball- und Kickers-Fans im besonderen nicht nur raufende und saufende Vollidioten sind - den typischen Vorurteilen gegen Fußballfans. Und den Verein bei der Übernahme der gesellschaftlichen Aufgabe der Integration von Spielern und Fans sinnvoll zu unterstützen.

Unser Logo

Das Logo der Bunten Blauen soll eine Verbindung der olympischen Gedanken und des bekannten Kickers-K darstellen. Gut zu erkennen sind die Farben der fünf Erdteile die unter dem Hut der Kickers gemeinsam zusammentreffen und leben und sich gegenseitig bereichern.

Die Historie der Bunten Blauen

Der Funke der das Feuer endgültig entflammt kam von unserem Alterspräsidenten "Joe". Nach vielen großen Worten wollten wir ihnen auch Taten folgen lassen. Am 05.02.2001 fand schließlich das erste inoffizielle Arbeitstreffen statt. Die anwesenden Joe, Heiko, Tanne und Timo kamen schnell auf einen gemeinsamen Nenner und nach Auffinden weiterer mitbunten Leidensgenossen konnte am 01.07.2001 der erste offizielle Treff in Holzgerlingen in größerem Kreis stattfinden. Nach und nach gesellten sich weitere Blaue um den bunten Bund. Mit einer Vorstellung beim damaligen Präsidiumsmitglied Ralf Vollmer waren die Bunten Blauen dann inoffiziell offiziell. Mit der Vorstellung in der Stadionzeitung am 03. bzw. 05.10.2001 beglückten wir dann endgültig die Welt mit unserer Anwesenheit. Es folgten einige Aktionen, wie "Kickschuhe für Tansania" und "Trikots für Kenia" etc.

Was machen wir

Dreh- und Angelpunkt sind die Heimspiele unserer Kickers. Nach den Spielen treffen wir uns regelmäßig. Daneben werden Auswärtsspiele gemeinsam besucht, Spieler der Nachwuchsmannschaften angeschaut, die großen Fußballmatches gemeinsam im TV angesehen. Außerdem gemeinsame Ausflüge, Veranstaltungen und und und. Alles in allem besonders was mit Essen und Trinken verbunden werden kann. Als hauptsächliche Kommunikationsplattform dient das Internet.

Ziele und Vorhaben

Trotz der anhaltenden sportlichen Talfahrt wollen wir unsere Treffen nach den Spielen natürlich beibehalten. Außerdem sind weitere gemeinsame Unternehmungen in und außerhalb des Fußballmetiers in Planung. Für die breite Öffentlichkeit ist eine Blaue-Integrations-Party (mit Live-Music) angedacht, auch (regelmäßige?) Plauderstündchen zum Thema Integration und Ausländerfeindlichkeit mit Spielern, Trainer oder Funktionäre. Wir werden von uns hören und sehen lassen!

Dort sind wir anzutreffen

Im Kickers-Stadion sind wir bunt verteilt in den verschiedenen Blöcken aufzufinden. Sowohl auf der Haupttribüne hinter dem Tor oder im B-Block. Zur Kontaktaufnahme schaut ihr am besten unter "Members" nach wer wo zu finden ist. Nach dem Spiel wandert die mehr oder weniger dürstende, hungernde, frierende, schwitzende, zutodebetrübte oder himmelhochjauchzende Karawane in die "Halbzeit".